Greenpeace schätzt, dass die Einweg-Periodenprodukte-Industrie eine der umweltschädlichsten der Welt ist. Doch es ist eine unsichtbare, intime Verschmutzung, über die wenig gesprochen wird.
Zwischen dem intensiven Baumwollanbau, der chemischen Umwandlung von Viskose und dem Berg von Plastikmüll – wie hoch sind die wahren Umweltkosten unserer Periode? Eine Entschlüsselung eines ökologischen Desasters in zwei Teilen: Produktion und Abfall.
Inhaltsverzeichnis
1- Die Produktion: Baumwolle, Viskose und Erdöl
Die Auswirkungen beginnen lange bevor das Produkt in Ihrer Unterhose landet. Die Herstellung der Rohmaterialien ist ein ökologisches Desaster.
Baumwolle: Der Durst des weißen Goldes
Baumwolle (in Tampons enthalten) ist eine sehr anspruchsvolle Pflanze.
💧 Wasserverbrauch: Für die Produktion von 1 kg Baumwolle (bio oder nicht) werden zwischen 7.000 und 29.000 Liter Wasser benötigt.
☠️ Pestizide: Baumwolle allein verbraucht 25% der weltweit eingesetzten Pestizide!
Viskose (Rayon): Die Schwerchemie
Um diesen absorbierenden Kern zu erhalten, wird Holzpulpe durch aggressive chemische Verfahren umgewandelt:
1. Bäder aus Ätznatron (Boden- und Wasserverschmutzer).
2. Mischung mit Kohlenstoffdisulfid (giftig).
3. Abkühlung mit Schwefelsäure (Vitriol).
Plastik (Binden): 100% Erdöl
Eine klassische Damenbinde enthält bis zu 90% Plastik (Polypropylen, Polyethylen, SAP). Das ist buchstäblich umgewandeltes Erdöl, das man am Körper trägt.
2- Der Abfall: 3 Montparnasse-Türme pro Jahr!
Das ist die sichtbare Spitze des Eisbergs. Nach nur wenigen Stunden Gebrauch landen diese Produkte im Müll, werden verbrannt oder für 500 Jahre deponiert.
- Jede menstruierende Person verbraucht ca. 290 Produkte/Jahr.
- Das entspricht 4,5 Milliarden Abfällen, die jährlich in Frankreich weggeworfen werden.
- Gesamtvolumen: +1 Million m³ kontaminierter Abfälle.
Zur Veranschaulichung:
🚛 Das entspricht 10.700 Sattelzügen hintereinander (176 km Stau!).
🏢 Oder dem Volumen von 3 Montparnasse-Türmen voller Abfall, jedes Jahr, allein in Frankreich.
3- Die unsichtbare Verschmutzung (Mikroplastik)
Die Verschmutzung endet nicht im Mülleimer. Eine Studie aus dem Jahr 2016 identifizierte Viskosefasern als eine der Hauptquellen für Mikroplastik in der Meeresumwelt.
Diese Mikropartikel, die durch den Abbau von Tampons und Binden entstehen, landen in den Ozeanen, vergiften die Meerestiere und gelangen über die Nahrungskette... bis auf unseren Teller.
4- Vergleichstabelle: Einweg vs. Nachhaltig
Angesichts dieser Tatsachen ist der Umstieg auf wiederverwendbare Produkte keine Kleinigkeit, sondern eine persönliche ökologische Revolution.
| Über 5 Jahre | Einweg-Periodenprodukte | Menstruationstasse Luneale |
|---|---|---|
| Abfall | ~ 1.500 weggeworfene Produkte (Verpackungen + Applikatoren). | 0 Abfall (1 wiederverwendbare Tasse). |
| Budget | ~ 250 € bis 400 €. | ~ 25 € (Einmaliger Kauf). |
| Wassereinfluss | Enorm (Baumwollanbau + Kontinuierlicher Industrieprozess). | Minimal (Nur das Waschen mit klarem Wasser). |
| Zusammensetzung | Plastik, Chlor, mögliche Pestizide. | 100% inertes medizinisches Silikon. |
5- Fazit: Handeln Sie jetzt
Es gibt kein Schicksal. Heute haben wir die Wahl.
- Die radikale Lösung: Umstieg auf Die Luneale Menstruationstasse (Absolut null Abfall).
- Die textile Alternative: Waschbare Periodenunterwäsche (etwas Wasser zum Waschen, aber nachhaltig).
- Der Kompromiss: Bio-Einwegprodukte (biologisch abbaubar, aber immer noch wasserintensiv und nur einmal verwendbar).
Jeder Zyklus ist eine Gelegenheit, für die Welt zu stimmen, die wir uns wünschen. Und Sie, wann steigen Sie auf Grün um?
(1) Studie über Mikroplastik und Viskose (Sage Journals)
(2) Konsumzahlen Frankreich basierend auf 15,5 Millionen menstruierenden Personen.


