Dies ist ein Thema, das polarisiert und Besorgnis erregt. Einerseits schwören viele Patientinnen mit Endometriose oder Adenomyose auf die Menstruationstasse, um ihren starken Blutfluss zu bewältigen. Andererseits beschuldigt ein hartnäckiges Gerücht interne Hygieneprodukte, die Krankheit zu verschlimmern.
Also, kompatibel oder nicht? Gibt es ein medizinisches Risiko? Wir klären unvoreingenommen auf und unterscheiden zwischen überholten Mythen und der Realität Ihres Komforts.
Inhaltsverzeichnis
1- Der Mythos: Verursacht die Menstruationstasse Endometriose?
Diese Angst geht auf eine alte Theorie (Sampson-Theorie) namens "Retrograde Menstruation" zurück.
Die Idee? Blut, das nicht schnell genug abfließt, würde durch die Eileiter in den Bauchraum zurückfließen und Läsionen verursachen. Manche schlossen daraus, dass eine Menstruationstasse, die das Blut "zurückhält", diesen Rückfluss erhöhen könnte.
Was die Wissenschaft heute sagt:
Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Beweise, die zeigen, dass die Verwendung einer Menstruationstasse Endometriose verursacht oder verschlimmert.
- Die retrograde Menstruation ist ein physiologisches Phänomen, das bei 90 % der Frauen (mit oder ohne Menstruationstasse) beobachtet wird. Dennoch haben nur 10 % Endometriose. Der Rückfluss ist also nicht die alleinige Ursache.
- Das Nationale Kollegium der Gynäkologen (CNGOF) spricht keine Kontraindikation für die Verwendung der Menstruationstasse bei betroffenen Patientinnen aus.
2- Warum die Menstruationstasse bestimmte Schmerzen lindern kann
Viele Anwenderinnen (und unsere Kundinnen!) berichten von einem besseren Wohlbefinden bei der Verwendung der Menstruationstasse, insbesondere bei Adenomyose (oft verbunden mit starken Regelblutungen).
Drei Gründe erklären diese Linderung:
- Kein "Auslauf"-Stress mehr: Mit einem Fassungsvermögen von 30 ml und 35 ml (entspricht 3 Super-Tampons) bieten die Menstruationstasse oder die -scheibe eine unschätzbare mentale Entlastung bei starken Regelblutungen.
- Keine Austrocknung: Im Gegensatz zu Tampons, die natürliche Sekrete aufsaugen, respektiert die Menstruationstasse aus medizinischem Silikon die Schleimhaut. Weniger Reizung = weniger Schmerzsignale, die an das Gehirn gesendet werden.
- Keine Chemikalien: Kein Chlorbleiche, keine Pestizide. Für einen Körper, der sich bereits in einem Zustand chronischer Entzündung befindet, ist das Eliminieren dieser chemischen Angriffe eine echte Erholung.
3- Fälle, in denen die Menstruationstasse Schmerzen verursachen kann (Lokalisation)
Allerdings ist die Menstruationstasse nicht magisch. Für manche Frauen ist das Einsetzen unangenehm oder sogar unmöglich. Es hängt alles von der Lokalisation Ihrer Läsionen ab.
- Läsionen am Gebärmutterhals, in der Vagina oder im Rektum (Douglas-Raum): Wenn Sie eine tiefe infiltrierende Endometriose in diesen Bereichen haben, kann der Kontakt der Menstruationstasse oder der Saugeffekt (auch leichte) starke Schmerzen auslösen (ähnlich den Dyspareunien beim Geschlechtsverkehr).
- Sehr empfindliche Gebärmutter (Adenomyose): Der Saugeffekt einer gewöhnlichen Menstruationstasse (mit starrem Stiel) kann manchmal ein zusätzliches "Krampfgefühl" bei einer bereits kontrahierten Gebärmutter verursachen.
4- Der Luneale-Rat: Menstruationstasse oder -scheibe bei Endometriose?
Möchten Sie es testen? Hier erfahren Sie, wie Sie das am wenigsten aggressive Modell für Ihre Anatomie auswählen:
Warum er besser vertragen wird?
- Kein Stiel: Nichts, was herausragt oder an den entzündeten Wänden reibt.
- Das Moonpad (Sanftes Entfernen): Man drückt das Moonpad zusammen, um den Saugeffekt vor dem Entfernen aufzuheben. Man zieht nicht an den Uterusligamenten wie bei einem Stielbecher.
👉 Option 2: Die Menstruationsscheibe (Die sanfte Alternative)
Wenn der vaginale Weg zu empfindlich ist oder Sie Angst vor dem Saugeffekt haben, ist die Scheibe oft eine Offenbarung. Sie wird höher platziert (im Fornix, einem weniger innervierten Bereich), funktioniert nicht durch Saugwirkung und bietet ein noch größeres Fassungsvermögen (35 ml) für sehr starke Blutungen.
Zusammenfassend: Die Wissenschaft spricht nicht gegen die Menstruationstasse. Es ist eine Frage des persönlichen Empfindens und der Lokalisation der Läsionen. Wenn sie vertragen wird, wird sie oft zur besten Verbündeten, um die starken Blutungen der Krankheit zu bewältigen.

